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Wald-Gesundheit-Naturverbundenheit

 

Wald spielt für Menschen, Tiere und Pflanzen eine wichtige Rolle. Er ist tief in unserer Kultur verwurzelt und ist Lebensraum, Ökosystem, Biotop, Urwald, Naturwald und Wirtschaftswald, Märchenlandschaft, Schutz-, Nutz- und Erholungsgebiet, Arbeitsplatz, Wasserspeicher, Wildnis, Mythos, Sehnsuchstort und Seelentröster etc. (Quelle: Greiner/Kiem 2019).

Wälder sind komplexe Ökosysteme. Mit optimaler Ressourcenausnutzung sind sie das produktivste Landökosystem. Nach den Ozeanen sind sie die wichtigste Einflussgröße des globalen Klimas.

 

"Geh einfach ins Grün des Waldes und du wirst Heilung erfahren, allein indem du dort bist und atmest!"                                   (Hildegard v. Bingen, 1098-1179)

 

 

Diese Beobachtungen und Gedanken der Hildegard von Bingen von damals geben uns, wie ich finde, für das Waldgesundheitstraining der heutigen Zeit viele elementare und mittlerweile wissenschaftlich bewiesene Aspekte an die Hand; z.B.

Geh- (Beobachtendes Gehen): „...Vorteile...das Gehen für die Gesundheit, Stimmung und für die Klarheit unseres Denkens bringt“, „Bewegung ist Medizin....kein Medikament hat alle diese positiven Effekte...“, „... die Aktivität des Nervensystems lässt sich während des Gehens messen...das ergibt, dass Gehen die Gehirnaktivität messbar zum Besseren verändert...Hören, Sehen und Reaktionszeit,... Gehen vermindert Stress, hellt unsere Stimmung auf und hilft bei Depressionen, befördert Kreativität, gut für Muskeln, Haltung und Organe...“(Quelle: O`MARA 2020).

 

Wald (Waldklima)- mit seinen gesamten Faktoren und Eigenschaften:

- Schutz vor starker Sonnenstrahlung

- Schutz vor Hitze und Kälte

- Ausgeglichene Temperaturverhältnisse

- Schutz vor Niederschlägen

- Erhöhte Luftfeuchtigkeit

- Verminderte Windgeschwindigkeit

- „Grüne Lunge“, Sauerstoffproduktion, Schutz gegen Luftverschmutzung

- Gasaustausch mit Atmosphäre / Phytonzide (Isopren/Terpene)

- Lärmschutz / Waldgeräusche

- Lichtspektrum / Dämmerlicht (SCHUH 2020)

 

 

 

 

 

Einige Aspekte seien hier in Kürze näher beleuchtet.

Terpene: „...Duftstoffe, die das Immunsystem ankurbeln...Terpene/Pinen regt den Parasympathikus an ...sorgt für Entspannung...auch die Immunabwehr wird unterstützt“ (GREINER/ KIEM 2019).

Stille: „...Stille reduziert Stresshormone, fördert die physische Gesundheit, erlaubt Selbstreflexion, erhöht die Auffassungsgabe, fördert die Konzentration, lässt das Gehirn wachsen, macht kreativ“ (FRANKE 2020).

Grün: „ ...wirkt beruhigend und belebend, balanciert den Rhythmus von Herz und Nieren aus...gilt als neutrale Heilfarbe, die keinerlei körperliche Beschwerden oder Gegenreaktionen hervorruft“ (GREINER/KIEM 2020).

 

Atmen: „...Ausatmen...zum öffnen des Qi...Einatmen zum sammeln des Qi“ (GUORUI 2001), „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“, „... über die Atmung wird Qi aufgenommen...“, „Atem ist Leben“ (SPACHMANN-SCHMIDT 2014).

 

 

im Wald sein:

- Naturverbundenheit (z.B. Kommunikation mit einem Baum) mit den Indikatoren: Naturkontakt, empfundene Emotionen, Leidenschaft zur Natur, persönliche Bedeutung, wahrgenommene Naturschönheit): „... Wald triggert positiv die Gefühlswelt, Glücksgefühl, starke Naturverbundenheit löst positivere Emotionen aus...fröhlicher, vitaler, höhere Lebenszufriedenheit stärkeres umweltbewusstes Verhalten...“ (IMMICH 2020)

- Sinneswahrnehmungen im Wald durch: sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen (SCHUH 2020), (z.B. die Sinnestüren öffnen)

- Achtsamkeit mit den Grundprinzipien: nicht urteilen, Anfängergeist, Geduld, Vertrauen, loslassen, nicht erzwingen offen, Akzeptanz: „...auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein, bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen“ . Diese achtsame Lebenshaltung führt zu einer bestimmten Wirkung. „...das Gehirn altert langsamer: Lern- und Merkfähigkeit steigt, allgemeine Verbesserung von körperlicher Gesundheit, mentaler Gesundheit, psychischer Gesundheit und Resilienz/ Anpassungsfähigkeit“ (IMMICH 2020). In der Achtsamkeitspraxis (Achtsamkeitspraxis im Wald) sind die Übergänge zwischen den einzelnen Elementen somit fließend. Daraus ergibt sich für den Aspekt der Gesundheitsförderung/(Heilung?), dass das Waldbaden/ Shinrin-yoku unterstützend und fördernd auf die geistige, körperliche und seelische Gesundheit wirkt. Sicher liegen die Grundlagen für Shinrin-yoku, das Waldbaden/Waldtherapie, in ihrem Ursprung viel weiter zurück, als sie in unserer heutigen Zeit dokumentiert sind und erforscht werden. Vielleicht sind sie auch in unserer Evolution begründet.

Natur und Wald waren für den Menschen schon immer von Bedeutung. Das „neue“ Erfahren und Erleben in seinen Details ist wohl ein Stück wohltuende und nötige Rückkehr zu den Wurzeln in einer sich immer „schneller drehenden“ und mittlerweile in fast allen Bereichen technisierten und gesteuerten Welt. Diese Bausteine der Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung mit vielen unterschiedlichen Elementen haben auch Eingang in die Wellnessbranche gefunden.

In positiver und wirksamer Weise kann das Waldgesundheitstraining/die Waldtherapie u.a. mit Methoden der klassischen Naturheilverfahren (Hydrotherapie (z.B. Kneipp-Methoden), Phytotherapie, Ordnungstherapie, Bewegungstherapie, Ernährungstherapie) kombiniert werden.

 

(Für Anfragen zu Terminen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular.)

 

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